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Facility Management: Krise ist ein Fremdwort, Wachstum am deutschen Markt für externe Facility Services ist ungebrochen

Die Finanzkrise trifft den deutschen Markt für Facility Services nur am Rande. Laut der neuesten Studie von Interconnection Consulting erreicht der externe Markt, d.h. aller ausgelagerten Dienstleistungen während des Lebenszyklus eines Gebäudes, im Jahr 2008 ein Volumen von 42,7 Mrd. Euro. Dieser Wert entspricht einem Wachstum von +5,7% im Vergleich zum Vorjahr. Der Höhepunkt des Wachstums ist erstmal erreicht, 2009 und 2010 ist mit abgeschwächtem Wachstum von 2,9% und 3,1% zu rechnen.

Die Finanzkrise trifft den deutschen Markt für Facility Services nur am Rande. Laut der neuesten Studie von Interconnection Consulting erreicht der externe Markt, d.h. aller ausgelagerten Dienstleistungen während des Lebenszyklus eines Gebäudes, im Jahr 2008 ein Volumen von 42,7 Mrd. Euro. Dieser Wert entspricht einem Wachstum von +5,7% im Vergleich zum Vorjahr. Der Höhepunkt des Wachstums ist erstmal erreicht, 2009 und 2010 ist mit abgeschwächtem Wachstum von 2,9% und 3,1% zu rechnen.

Wachstum nur leicht gebremst 2009

Der gesamte deutsche Markt für Gebäudedienstleistungen erreichte im Jahr 2008 ein Volumen von 93,2 Mrd. Euro. und wuchs damit um +3,4% im Vergleich zum Vorjahr. Das Verhältnis der internen, selbst erbrachten Leistungen, zu den externen, an einen Dienstleister ausgelagerten Services, lag 2008 bei 54% zu 46%. Bis 2012 wird sich dieses Verhältnis weiter angleichen, denn grundsätzlich wird der Kostendruck durch die angespannte finanzielle Situation die Auslagerung von Gebäudedienstleistungen eher fördern als behindern. Bis 2012 rechnen die Marktforscher mit einem durchschnittlichen Wachstum der externen Facility Services von 4,3% auf insgesamt 50,6 Mrd. €. Natürlich gibt es Segmente, die Umsatzrückgänge verzeichnen (z.B. der Cateringsektor durch rückläufige Volumina bedingt durch Personaleinsparungen oder Kurzarbeit in der Industrie), doch der Großteil der Dienstleistungssparten bleibt krisenresistent. Allerdings führt der Kostendruck auch dazu, dass bestehende Auftraggeber den Druck weitergeben und so Volumina oder Preise reduzieren wollen. Weitere unangenehme Folge für die Dienstleister ist, dass in rezessiven Zeiten der Wettbewerb über den Preis zunehmen und eine entscheidende Rolle in den Vergabeverfahren spielen wird.

Deutschland, ein Land der Techniker

Technische und infrastrukturelle Facility Services machen den Großteil des Marktes aus; insgesamt belaufen sich infrastrukturelle Dienste auf 43 % bzw. 18,3 Mrd. € und die technischen Services auf 46,1% respektive 19,7 Mrd. € des externen Marktes. Mit 10,9% oder 4,7 Mrd. € des Marktes sind kaufmännische Dienstleistungen das kleinste Servicesegment. Obwohl der Outsourcinggrad von infrastrukturellen Dienstleistungen heute schon höher ist als bei den anderen beiden Services, ist grade in Krisenzeiten damit zu rechnen, dass dort von Unternehmen zuerst an der Kostenschraube gedreht wird und Services wie Reinigung oder Aussenanlagenpflege ausgelagert und fixe in variable Kosten umgewandelt werden.

Neue Giganten entstehen

Die Übernahmetendenzen innerhalb des deutschen Marktes haben weiter an Fahrt aufgenommen. Waren es zuletzt institutionelle Investoren wie Springwater oder Victory, die in den Markt investiert hatten, kommen die neuen Investoren jetzt wieder aus dem Lager der Dienstleister selbst. So hat die Übernahme von MW Zander durch HSG einen neuen Giganten geschaffen, der als erstes Unternehmen die eine Milliarde Grenze an externen Umsätzen durchbrochen hat. Der österreichische Konzern Strabag, bislang eher ein kleiner Fisch am deutschen Markt, erwarb DeTe Immobilien und damit quasi einen Platz unter den Top 5 des externen Marktes. Es scheint, als habe ein Wettlauf um den imageträchtigen Platz an der Sonne begonnen. In diesem Zusammenhang sind auch Tendenzen zu erkennen, dass sich „Spezialisten“ wie die Cateringunternehmen Compass oder Sodexo durch Übernahmen an andere Dienstleistungen im Bereich der Facilities Services heranwagen und so ihre Wachstumschancen vergrößern.

Man macht nicht mehr alles selbst

Mit der Erhöhung des Produktangebots durch die sogenannten Komplettanbieter erhöht sich auch der Anteil der Unternehmen, die Aufträge an Subunternehmen weitergeben, da es unrentabel ist, alle Leistungen fix in seinem Unternehmen zu vereinen. Die Subvergabe stieg 2008 von 13,3% auf 14,2% der Leistungen. Deshalb haben Spezialisten bzw. Nischenplayer in Zeiten wachsender Subvergabe von Leistungen weiterhin Ihre Daseinsberechtigung, sind aber wie in den letzten Jahren auch attraktive Übernahmekandidaten.

Charmeoffensive durch die Möglichmacher

Seit 2008 gehen führende FM Anbieter mit einer eigenen Kampagne als „Die Möglichmacher“ an den Start. Auf Plakatflächen, mit Anzeigen und im Internet klärt die Kampagne darüber auf, was sich hinter Facility Management (FM) eigentlich an Leistungen und Tätigkeiten alles verbirgt. Endlich muss man eigentlich sagen, denn die Bekanntheit und das Image der Facility Management Branche hinkt doch Lichtjahre hinter ihrer wirtschaftlichen Bedeutung hinterher.



Copyright: Interconnection Consulting GmbH, Honorarfrei zur Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über die Studie " IC Market Tracking® Facility Services in Deutschland 2009" und IC Consulting



Aussender: Interconnection Consulting
Ansprechpartner: Herr Mag. Michael Bruhns
Tel: 0043-1-5854623-22
bruhns@interconnectionconsulting.com
www.interconnectionconsulting.com

25.05.2009 15:10 Alter: 3 Jahre

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